Goldrausch in Hessen fordert erste Opfer!

Hessen/Landkreis Waldeck-Frankenberg: dass er an einem einzigen Nachmittag in einem von Hessens lieblichsten Erholungsgebieten nahe dem idyllischen Flüßchen Eder zu einem so reichen Mann werden könnte, hätte Frank Furtwängler, der Maschinenschlosser aus Hanau, niemals für möglich gehalten.
Nur mit einer Schaufel und einer flachen Schale ausgerüstet, hatte der Hobby-Goldsucher mit den Angaben aus einer alten Landkarte seines Urgroßvaters den wohl größten privaten Goldfund seit Jahrzehnten aus dem sandigen Sediment des kleinen Bächleins Itter gewaschen, das bei Herzhausen in den Edersee mündet.
Der Ertrag seiner Mühe waren mehr als 10 Pfund feinsten Goldstaubs aber auch Nuggets bis zur Größe eines Daumennagels.
Alles in allem ein Schatz im Wert von rund 700.000 EUR!
Die auch bisher unter Insidern nicht unbekannte Lokalität erlebt seit diesem spektakulären Fund einen wahren Boom.
Mit schweren Radladern und Schaufelbaggern sowie Sattelschleppern mit Hochleistungspumpen gehen nun private Schatzsucher wie auch professionelle Abbauunternehmen systematisch daran, dieser Gegend ihre wertvollen Schätze zu entreißen.
Die Gemeinden sind mit der Vergabe der Claims bislang völlig überfordert und zuweilen spielen sich tumultartige Szenen bei der Aufteilung der Schürfrechte ab.
Erst gestern kam es zu einer folgenschweren Schiesserei mit fünf Todesopfern zwischen den Mitgliedern des Kleingartenvereins "grüner Daumen Ittertal" und Anhängern der katholischen Pfadfinderjugend "GottesWege" , die sich nicht auf die gemeinsame Nutzung einer Zufahrtspiste zu ihren Claims einigen konnten.
"Auri sacra fames" - es ist der verfluchte Hunger nach Gold", klagt Johann Mühleisen, der verzweifelte Priester der Gemeinde Ittertal, die nun gänzlich von Gott abgefallen sei.
til333 - 10. Aug, 00:01