Ehrensold-Frage endlich geklärt: Wulff hat ihn ehrlich verdient!

Dr. Wohlgemuth vom deutschen Institut für Sprachforschung/Frankfurt am Main hat jetzt nachgewiesen, dass der zurückgetretene deutsche Bundespräsident seinen in der Öffentlichkeit umstrittenen Ehrensold tatsächlich vollumfänglich verdient hat.
Ausgehend von der etymologischen Bedeutung des Begriffs stehe dem scheidenden Bundespräsidenten diesen Zuwendung in vollem Umfang zu, beinhalte der klassische "Ehrensold" doch eine äußerst zwiespältige Anerkennung.
"Ehrensold" sei ein zusammengesetzter Begriff der einzeln geklärt werden müsse:
auf eine altnordische und althochdeutsche Wurzel (êre) zurückgehend, wurde der Begriff der Ehre geistesgeschichtlich durch die griechischen Begriffe τιμή (Anerkennung, Ansehen) und εὐδοκία (Wohlgefallen, guter Ruf) sowie den lateinischen Begriff honor (Anerkennung, [offizielle] Ehrung) mitbestimmt [Wikipedia].
"Sold" hingegen bedeute zum einen die Entlohnung oder Bezahlung im beamtenrechtlichen oder militärischen Sinne - zum anderen sei der Begriff bei der Betrachtung seines angelsächsischen Ursprungs gleichbedeutend mit "verkauft" oder "veräußert".
Nach Dr. Wohlgemuth habe der Agierende ja seine Ehre tatsächlich vollständig verkauft, habe also im Wortsinn als Kompensation für diesen Verlust eine geldwerte Zuwendung in Form eines "Ehrensoldes" verdient.
til333 - 3. Mär, 00:38