
Es ist ein Trauma - die Führung der protestantischen Kirchen in Deutschland und Europa warten schon seit vielen Jahren vergeblich auf ein Zeichen der Zuneigung vom Oberhirten der katholischen Christen, ein freundliches Blinzeln, ein anerkennendens Zupfen am Ohrläppchen des Synodalpräsidenten oder ein brüderliches Schulterklopfen beim EKD-Vorsitzenden, aber es geschieht: nichts.
Ganz unerträglich findet Dekan Jeremias Kanzelbruch diesen Zustand des Verstoßenseins.
In seiner Predigt zum Reformationstag erklärte der Gemeindehirte:
"Es war Bruder Martin, der uns das eingebrockt hat, der alte Selbstdarsteller. Bitte, Petrus gib uns ein Zeichen, eine Taube oder weißer Rauch vom Petersdom, irgend etwas.
Es ist verdammt einsam da draußen!".
Zum Schluß intonierte der evangelische Jugendchor Billstedt den berühmten altdeutschen Bach-Choral "Wir wollon widher artik seyn."